Die “palästinensische Sache” Teil I

von

PR-Aktion für Islamisten und deren Befürworter, oder eine “Hilfsaktion”?

Eine Blut-und-Boden-‚Linke’

Das schöne an einer kleinen, privaten Bibliothek ist, dass man zügig auf den Inhalt zurückgreifen kann, ohne lange suchen zu müssen. Und da dauerte es dann auch nicht lange, auf mein Exemplar von Tilman Tarachs “Der ewige Sündenbock” zuzugreifen. Das Schöne am Internet ist, dass vielleicht jemand einem schon das Tippen abgenommen hat (in diesem Falle war es dann auch schon David Hanasch). Tarach schließt das letzte Kapitel seines Buches, “Israel und die politische Linke”, mit den nachfolgenden Worten ab. Worte, die zur Einleitung dieser dreiteiligen Artikelserie dienen werden:

In der ökologischen Nische der ‚Palästina-Solidarität’ konnte dann zunehmend eine Blut-und-Boden-‚Linke’ Fuß fassen [...] die [...] einen Verrat an den Werten der Aufklärung begangen hatten, am grundsätzlichsten vielleicht durch ihre Wissenschaftsfeindlichkeit.Wer unter Hitler Denunziant oder KZ-Wärter geworden wäre, fand nun Gefallen an der Forderung ‚Juden raus aus Palästina’ (die sich hinter antiimperialistischen Phrasen notdürftig versteckte).

Wer aufgrund seiner Psychostruktur am liebsten die scheußliche soziale Ungleichheit der Geschlechter verteidigt und für die deutschtümelnden Heimatvertriebenen-Verbände gekämpft hätte, konnte nun, weil ihm seine ‘linke’ Sozialisation dies nicht erlaubte, sein Herz stattdessen für die heimatvertriebenen Palästinenser entdecken. Und die gleiche verlogene und schlappe Pseudo-Linke, die Anfang der 80er Jahre im Falklandkrieg vor lauter ‚Antiimperialismus’ den argentinischen Samba-Faschismus gegen England verteidigte, unterstützt heute den palästinensischen Wasserpfeifen-Faschismus gegen Israel. (S. 284 f.)

Wie David Harnasch auf achgut treffend dazu sagte, ist die Lektüre von “Tarachs Buch jedem zu empfehlen, der an einer kompakten Einführung in die Motivation einer pseudo-linken „Israel-Kritik“ interessiert ist, deren antimodernistischen, antiwestlichen Kern der Autor schonungslos offen legt. Bei der Parteinahme nicht nur „linker“ Feinde Israels für islamische „Freiheitskämpfer“, welche – keineswegs nur in „Palästina“ – der „eigenen“ Jugend keine anderen Perspektiven gesellschaftlicher Organisation zu bieten haben, als die der Vorbereitung auf Suizid-Attentate, handelt es sich nicht um eine verfehlte Einschätzung irgendeines internationalen Konflikts, sondern um ein offenes Bekenntnis zur Barbarei.”

weiter zu Teil II

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6 Antworten to “Die “palästinensische Sache” Teil I”

  1. Gesunder Schlaf Says:

    Jau tatsächlich. Danke Baracuda. Super Artikel! :D ;)

    Bilder voll mit okkulter Symbolik :D
    Thermoskin /\\\ lol

  2. mrbaracuda Says:

    Im dritten Teil verlinke ich auf die “dringend benötigten Hilfsgüter”. Einfach mal nach “hässiche Decken” schauen. LoL.

  3. Gesunder Schlaf Says:

    Schade, dass Freeman keine Bilder von der Übergabe der Hilfsgüter auf seinen Blog hat. Schade dass Herr von und zu Hörstel vor Ort besseres zu tun hatte. Hauptsache die zerbombten Häuser, Hörstel & Co kommen gut bei weg. Applaus Applaus Applaus Viva Palestine Viva Palestine Viva Palestine yes we can yes we can yes we can

  4. Sickfried Says:

    Ich bin ja immernoch dafür, dass sich Freakman mit einer Silvesterrakete mitten in den Gazastreifen schiesst. Schade, dass er nur feige im Internet hetzt, anstatt auch so ein toller Hamas-”Freiheitskämpfer” zu werden. Vielleicht würde er dann Blei in den Schädel bekommen, ist ja immernoch besser als bei der Luft zu bleiben.

  5. swing Says:

    Lustigerweise sind das alles Dinge, die man bei J. Elsässer in den 90ern so finden konnte. Stimmt sicher, aber 2009 ist diese Art der Polemik doch langsam etwas langweilig. (Zumal sich “die Linke” gründlich gespalten hat.)

  6. Tengsinfo Says:

    Hört sich sehr interessant an, vielleicht schaff ich das Buch mal zu lesen :)

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