Leser #21: Inflationäre Voraussagen

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Freakman, nicht nur Nostradamus Ur-Ur-Ur-Enkel fünften Grades sondern auch Wirtschaftsexperte, gab wieder einmal warnende Worte von sich. Die Deflation ist da und könne sogar in einer Hyperdeflation enden. Ob Freakman diese Information aus den bösen Massenmedien übernommen hat, ist unklar. Natürlich kennt aber unser allseits geschätzter Freakman schon die Lösung des Deflationsproblemes: Krieg.

Um diese Erkenntnis zu unterstützen, zitiert er sich selbst in einem eigenen Beitrag aus dem Jahre 2007. Auch hier warnte er davor, dass „Regierungen lieber Krieg [machen] um abzulenken“:

Was machen Regierungen wenn das Land in so eine Wirtschaftskrise stürzt? Na liebe Buben und Mädels, habt ihr im Geschichtsunterricht gut aufgepasst? Könnt ihr alle das Wort K-R-I-E-G buchstabieren? […] Regierungen machen lieber Krieg um abzulenken, statt mit den harten Konsequenzen aus ihrer Misswirtschaft konfrontiert zu werden. […] Das beste Beispiel ist die Weltwirtschaftskrise in den 30gern und der darauf folgende 2. Weltkrieg. Die Bedingungen heute könnten genau so schlimm werden wie damals. Krieg ist das beste Geschäft und kurbelt die Wirtschaft wieder an. Wir könnten einen richtig grossen Krieg wieder haben, wenn die USA verrückt spielt […] und ein für allemal entscheidet […]„Wenn sie unsere Dollars und Schuldscheine nicht mehr wollen, wie wäre es mit einigen Atombomben?

Welche Regierung nun „Krieg macht“ verriet er uns nicht. Schade. Hat es seit 2007 einen neuen Krieg gegeben? Nein, es sei denn man heisst Freakman, dann waren die militärischen Interventionen in Gaza und Georgien wohl nicht nur die neuen Kriege, vor denen er gewarnt hatte, sondern dazu noch beste Geschäfte. Ob er wohl schon weiß, dass die US-Truppen auf dem Wege sind den Irak zu verlassen? Vielleicht hätte er auch besser seinen Beitrag aus dem November 2008 zitiert, dort war ihm nämlich schon klar, dass die große Inflation kommen würde.

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18 Antworten to “Leser #21: Inflationäre Voraussagen”

  1. framin Says:

    Ich kann dir folgen. Macht Sinn soweit.

  2. Tengsinfo Says:

    Tengo: Wenn du nun aber gewillt bist, deine Schulden zu tilgen (wie Staaten und andere Schuldner es ja tun) dann hast aber genau das Problem der Beschaffung der fehlenden 10 Euro.

    Noch kurz zu deiner Frage, die Antwort hab ich dir schon längst gegeben. Warum sollte ich einen Kredit nehmen wenn mir die Möglichkeiten zur Zahlung fehlen? Und warum sollte mir jemand einen Kredit geben wenn ich keine Möglichkeiten habe?

    Nun aber zu meinem Beispiel mit der Wiedervereinigung. Der Grundfehler den Senf macht, bzw. der auch in dem Film Fabian und die 5% vorkommt, ist, dass angenommen wird das die Erstausstattung mit Geld über die Aufnahme eines Kredites funktioniert. Da auf den Krediten ein Zins verlangt wird, kann die aufgenommene Menge ja nie ausreichen die Kredite + Zinsen zu bedienen => Es müssen immer mehr Schulden gemacht werden um Zinsen zu bedienen. Das ist im Grunde genommen die Argumentationslogik des Zinsproblems.

    In der Realität funktioniert die Einführung einer Währung aber dadurch, dass man die Bürger erstmal mit Geld ausstattet, damit der Geldfluss überhaupt in Gang gesetzt wird. Geld ist ja kein Selbstzweck, er soll (vorerst) nur den Warenhandel ermöglichen. Die Bürger der ehemaligen DDR haben Geld geschenkt bekommen und ich rede nicht von den 100 Mark zur Begrüßung! Sie konnten ihr wertloses Geld bis zu einer gewissen Summe 1:1 umtauschen. Niemand war also gezwungen einen Kredit aufzunehmen. Das gleiche gilt auch bei der Einführung der D-Mark in der BRD.

    Verstehst du was ich meine?

  3. framin Says:

    Worauf willst du hinaus?

  4. Tengsinfo Says:

    Hallo framin,

    kannst du dich erinnern wie die Bürger der ehemaligen DDR damals ihre ersten D-Marks bekommen haben?

  5. framin Says:

    Tengo: Wenn du nun aber gewillt bist, deine Schulden zu tilgen (wie Staaten und andere Schuldner es ja tun) dann hast aber genau das Problem der Beschaffung der fehlenden 10 Euro.
    Oder verstehe ich das falsch?

    Senf ist auch der Meinung dass Geld fließen muss. Er ist für die Abschuffung des Habenszinses wenn ich es richtig verstanden habe und fordert statt dessen sogar Abgaben (Strafen) für das Horten von Geld.
    Wie das zu machen sei iat nicht gänzlich geklärt worden, abgesehen von der Automatisierung, wie sie heute ja auch bei Zinsgutschriften bei Banken laufen.

  6. Tengsinfo Says:

    @ Swing

    so ist es. Das gleiche gilt auch für den privaten Konsum. Brauche ich ein Auto und hab aber nicht die notwendige Summe, hilft entweder sparen (und damit der Verzicht aufs Auto bis ich es kaufen kann) oder ein Kredit (und damit zusätzliche Kosten durch die Zinsen). Welchen Weg man gehen will bleibt jedem selbst über lassen, es besteht weder ein Zwang Kredite zu nehmen noch zu vergeben. Bernd Senfs Zinsproblem besteht darin, dass er keine Ahnung von Kreditwirtschaft hat 😉

  7. Swing Says:

    Existiert der Zins nicht vielmehr, um den auf Wachstum ausgerichteten (und angewiesenen) Kapitalismus qua Investitionen zu erleichtern?

    Niemand ist gezwungen, Zins zu zahlen, will man aber investieren, um später Profit zu machen, ist ein Kredit eine sinnvolle Angelegenheit.

  8. Tengsinfo Says:

    Irgendwie hab ichs heute mit den Quotes (Brummschädel)

  9. Tengsinfo Says:

    Hallo framin,

    kein Problem, ich kenne die „Lehre“ des Prof. Senf bereits 😉

    Wenn ich die 100 leihe und 110 zurück erwarte, wo sollen die 10 restlichen her kommen?

    Wenn du dir 100 Euro leihst und sie verkonsumierst ohne dir Gedanken darüber zu machen, wie du sie zurückzahlen willst, dann hast du tatsächlich das Problem, dass du dann 110 Euro Schulden hast. Aber was nützt das deinem Gläubiger. Schon mal einem nackten Mann in die Tasche gegriffen? 😉

    Sprich, der Gläubiger ist nicht 110 Euro reich, sondern er hat genau so viel wie sein Schuldner, 0 Euro.

    Hast du dir noch nie einen Kredit genommen und ihn zurückbezahlt. Ich hab das schon öfters getan, meine Schuldenlast ist also nicht angestiegen, irgendwo scheints bei der Theorie des Bernd Send dann doch zu Hacken 😀

  10. framin Says:

    „Eine Zinslast wächst nur dann wenn man seine Schulden nicht zurückbezahlt“

    Schulden können aber durch die darauf anfallenden Zinsen nicht getilgt werden.
    Wenn ich die 100 leihe und 110 zurück erwarte, wo sollen die 10 restlichen her kommen? Wenn man das im großen Stil, also im Milliardenbereich, nachspielt, dann merkt man sehr schnell warum es ein fortwährendes Wachstum geben muss.

    „Kannst du mal auf das Interview verlinken?“

    Nein, es steht im Heft und nicht online.

  11. Tengsinfo Says:

    Kannst du mal auf das Interview verlinken?

    Das Zinseszinsmodell zwingt der Wirtschaft ein grenzenloses Wachstum auf um die immer weiter wachsende Zinslast decken zu können.

    Eine Zinslast wächst nur dann wenn man seine Schulden nicht zurückbezahlt und einen solchen Schuldner kann sich eigentlich niemand wünschen weil der wird Zahlungsunfähig => Deswegen haben wir unsere Krise

    Ein unbegrenztes Wachstum kann es nicht geben, daher stößt unser (Zins)Geldsystem automatisch früher oder später an seine Grenzen.

    => Fehlschluss, siehe oben

    Die Möglichkeit sich per Zins zu bereichern führt des weiteren zu vermehrtem Horten von Geld, was dem natürlichen Geldfluß im Wege steht.

    Zinsen bekommt man nur, wenn man bereit ist zu investieren. Es ist also gerade andersrum.

  12. framin Says:

    „Die Krise ist also durch die NWO-Elite ausgelöst worden? “
    Das habe ich mit Sicherheit so nicht gesagt 😉
    Die Reptilien haben besseres zu tun 😀 😉

    „Erklär mir doch mal das Problem mit unserem Zinssystem“
    Direkt vorweg: Ich bin kein Fachmann auf dem Gebiet. Aber ich habe erst diese Woche in einem langen Interview in dem PM eine Meinung gelesen, die sich mit meiner deckt: Das Zinseszinsmodell zwingt der Wirtschaft ein grenzenloses Wachstum auf um die immer weiter wachsende Zinslast decken zu können. Ein unbegrenztes Wachstum kann es nicht geben, daher stößt unser (Zins)Geldsystem automatisch früher oder später an seine Grenzen.

    Die Möglichkeit sich per Zins zu bereichern führt des weiteren zu vermehrtem Horten von Geld, was dem natürlichen Geldfluß im Wege steht.

    Ein weiteres Problem ist natürlich, dass durch den Zins grundsätzlich Kapital von „unten nach oben“, also an die bereits Wohlhabenden, fließt.

  13. Tengsinfo Says:

    In diesem Bereich gibt es tatsächlich einige Punkte, bei denen man Infokrieg recht geben muss: Es gibt eine Krise, es gibt ein Problem mit unserem Geld(Zins-)System

    Die Krise ist also durch die NWO-Elite ausgelöst worden? Erklär mir doch mal das Problem mit unserem Zinssystem 🙂

  14. framin Says:

    @Leser21:
    „Kennt jemand zufällig die Differenz zwischen EK und VK in diesem Business?“
    Aktuelle Goldpreise in USD / Unze (proAurum.de):
    Verkaufen: 926,00
    Einkaufen: 941,00

    Du siehst
    – es wird Gewinn damit gemacht
    – der Gewinn liegt bei 1,6 Prozent, ist also erst bei sehr großen Abgabemengen lukrativ
    – Benesch kleistert seine Webseite mit Werbung zu, weil er hofft dann endlich mal etwas damit zu verdienen, was jedoch so gut wie nicht möglich ist

    Edelmetalle, allen voran Gold, waren schon immer eine gern gesehene Möglichkeit der Werterhaltung. Der Wert unterliegt zwar teilweise deutlichen Schwankungen, ein langfristiger Wertverlust ist jedoch auszuschließen. Auf Grund der längeren Phasen bei den Kursschwankungen sollte nur in Gold investiert werden, was „über“ ist.

    Gold wird zumeist auch nicht für den ominösen „Tag X“ angepriesen sondern zur Erhaltung des Vermögens für die Zeit nach der Krise.
    Und niemand behauptet, dass dies nur mittels Gold geschehen solle. Empfohlen wird meist ein Mix aus verschiedenen Währungen, Edelmetallen (auch Silber und Platin) und Waren (Vorräten und Tauschmitteln) für die Zeit der Krise selbst. An der Stelle darf man natürlich wieder grübeln, ob da ausschließlich Panikmache dahinter steckt. Ich glaube niemand kann derzeit die Entwicklung, Dauer und Intensität der Krise vorhersehen.

    In diesem Bereich gibt es tatsächlich einige Punkte, bei denen man Infokrieg recht geben muss: Es gibt eine Krise, es gibt ein Problem mit unserem Geld(Zins-)System, es ist vorteilhaft sich auf eine Krise und die Zeit vorzubereiten. Wenn die Krise nicht schlimmer wird hat man zumindest nicht viel verloren.
    Natürlich sagen das auch viele andere und vor allem glaubhaftere Quellen als Infokrieg, aber um diese Spinner geht es hier nunmal.

  15. mrbaracuda Says:

    Was ich viel lustiger finde ist, dass jede Woche aufs Neue der Polizeistaat und die NWO kommen, man aber sich trotzdem mit Gold und Silber eindecken soll für diesen Tag, denn.. naja, die werden das Gold und Silber den Infokriegern sicher nicht wegnehmen. Oder so. LoL.

  16. Leser #21 Says:

    Vorallem nicht für die Goldverkäufer. Es ist schon lustig, in Zeiten der Wirtschaftskrise boomen auf der einen Seite die Klitschen, in denen du Omas Schmuck für einen Schleuderpreis verkloppen kannst, andererseits aber auch die Goldverkäufe übers Internet. Die die nichts mehr haben verkaufen, die die Angst davor haben, nichts mehr zu haben kaufen und die Händler dazwischen freuen sich vermutlich nen Ast. Kennt jemand zufällig die Differenz zwischen EK und VK in diesem Business?

  17. framin Says:

    Vermutlich ist eine Wertsicherung in Silber und Gold trotzdem nicht falsch.

  18. Tengsinfo Says:

    Ist schon witzig wie die Truthergemeinde schon seit Monaten vor der Hyperinflation warnt und dazu aufruft, den Sparstrumpf in Silber und Gold umzutauschen und jetzt anfängt von den Gefahren der Deflation zu plappern 😀

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