Ron Paul Blog kann nicht eigenständig denken

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Und so übernahm der Ron Paul Blog diesen Artikel von prisonplanet.com. Da meint der Ron Paul Blog doch glatt „John McCain nennt Kennedy-Attentat einen „Eingriff“ und dass „John McCain wohl ein freudscher Versprecher rausgerutscht“ sei.


Etwas Musik zum Artikel?

Wie der Kommentator Megahoschi sagt: Na das ist ja hart. Finde ich auch, darum erstmal der relevante Teil der Debatte als Transkript:

SCHIEFFER: Senator Obama, your campaign has used words like „erratic,“ „out of touch,“ „lie,“ „angry,“ „losing his bearings“ to describe Senator McCain.

Senator McCain, your commercials have included words like „disrespectful,“ „dangerous,“ „dishonorable,“ „he lied.“ Your running mate said he „palled around with terrorists.“

Are each of you tonight willing to sit at this table and say to each other’s face what your campaigns and the people in your campaigns have said about each other?

And, Senator McCain, you’re first.

MCCAIN: Well, this has been a tough campaign. It’s been a very tough campaign. And I know from my experience in many campaigns that, if Senator Obama had asked — responded to my urgent request to sit down, and do town hall meetings, and come before the American people, we could have done at least 10 of them by now.

When Senator Obama was first asked, he said, „Any place, any time,“ the way Barry Goldwater and Jack Kennedy agreed to do, before the intervention of the tragedy at Dallas. So I think the tone of this campaign could have been very different.

And the fact is, it’s gotten pretty tough. And I regret some of the negative aspects of both campaigns. But the fact is that it has taken many turns which I think are unacceptable.

SCHIEFFER: Senator Obama, Ihre Kampagne hat um Senator McCain zu beschreiben Wörter wie „launisch,“ „realitätsfremd,“ „Lüge,“ „wütend,“ „seine Orientierung verlierend“ benutzt.

Senator McCain, Ihre Wahlwerbespots beinhalteten Wörter wie „respektlos,“ „gefährlich,“ „unehrenhaft,“ „er lügt“. Ihre Vizekandidatin sagte er „befreundete Terroristen“.

Sind sie beide heute Abend bereit an diesem Tisch zu sitzen und sich gegenseitig ins Gesicht zu sagen was ihre Kampagnen und die Mitarbeiter ihrer Kampagnen über die andere Seite sagten?

Und, Senator McCain, Sie zuerst.

MCCAIN: Nun, dies war eine harte Kampagne. Es war eine sehr harte Kampagne. Und ich weiß von meiner Erfahrung in vielen Kampagnen, dass wenn Senator Obama gefragt hätte — auf meine dringende Anfrage geantwortet hätte zusammen zu sitzen und Treffen im ‚Stadthallen-Stil‘ zu veranstalten, vor das amerikanische Volk zu treten, wir hätten mindestens 10 dieser bis jetzt veranstalten können.

Als Senator Obama erstmals gefragt wurde, sagte er „Jederzeit, egal wo,“ in der Art wie Barry Goldwater und Jack Kennedy zusagten, vor dem Dazwischentreten der Tragödie von Dallas. Also, ich denke, dass der Ton dieser Kampagne sehr anders hätte sein können.

Und Fakt ist, es ist ziemlich angespannt geworden. Und ich bereue die negativen Aspekte beider Kampagnen. Aber Fakt ist auch, dass viele Wege eingeschlagen wurden welche ich für inakzeptabel halte.

McCain redet hier über den Verlauf der Kampagnen von ihm und Obama und deutet an, wie die Feindseligkeit in diesen durch Treffen im ‚Stadthallen-Stil‘ hätte verhindert, oder zumindest abgeschwächt werden können. Was er noch sagt ist, dass das Attentat auf Kennedy die angedachten Debatten im ‚Stadthallen-Stil‘ zwischen dem damaligen Präsidenten Kennedy und Senator Goldwater, denen beide im Vorfeld zugestimmt hatten, verhindert haben. Goldwater wäre gegen Kennedy für die Präsidentschaftswahl ’64 angetreten, was – wie McCain hier sagt – durch die Tragödie von Dallas verhindert wurde.

Davon abgesehen hat McCain die geplanten Debatten zwischen Goldwater und Kennedy schon im Juni erwähnt, als er Obama in einem Brief zu 10 Treffen im ‚Stadthallen-Stil‘ aufforderte. Nur benutzte er damals nicht die sprachlich etwas unschöne Wendung ‚tragedy of the intervention‘. Siehe hier.

They would have travelled around the country, and had town hall meetings all over the country. The agreement was made between President Kennedy and Senator Goldwater, which would have happened, had not the tragic event in Dallas occurred.

Sie wären im Land umhergereist und hätten Treffen im ‚Stadthallen-Stil‘ überall im Land abgehalten. Die Vereinbarung wurde zwischen Präsident Kennedy und Senator Goldwater vereinbart, welche eingehalten worden wäre, wäre nicht das tragische Ereignis in Dallas aufgetreten.

So einfach kann das sein, wenn man Textverständnis besitzt, nicht einem, ja, etwas verrückten Rassisten (oder extrem inkompetenten, jenachdem wo der Paultard steht, wenn es zu dem Ron Paul Newsletter kommt) hinterherläuft und nicht auch noch von einem inkompetenten Lügner wie Alex Jones seine gedankliche Vorlage nimmt.

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5 Antworten to “Ron Paul Blog kann nicht eigenständig denken”

  1. Iran, Knüppel und das “Phänomen” Ron Paul « ※ infokrieg.tv – Lügen für die ‘Wahrheit’ ※ Says:

    […] Präsidentschaftskandidaten (ohne dass es außer den üblichen verdächtigen Spinnern einer merkt) ein NWO-Geheimnis ausfreud’schern kann und Rechte (und vorallem die besondere Auslegung dieser) nur für […]

  2. mrbaracuda Says:

    Da hast du wohl leider Recht. Das ist in etwa das gleiche Level wie mit Silverstein. Ich hoffe nur, dass du kein Freudscher Freund bist! 😀

  3. Maxwell Says:

    „Warum? Ich sehe da keine Doppeldeutigkeit.Es war ein Eingriff in die Geschichte in beiderlei Hinsicht.“

    Eben. Aber von wem wurde eingegriffen?

    Vom Schicksal, von Oswald oder von „IHNEN“?

    Wer interpretieren will, der tut das.

    Es bleibt dabei:
    Freudsche Freunde hören „the intervention …err tragedy“, nicht
    „“the intervention of the tragedy“

  4. mrbaracuda Says:

    Ja, Kontext bekommt man bei den Spinnern nicht oft. Da muss man sich auch nicht lange fragen, warum eigentlich nicht.

    Erst hatte ich ‚bevor die Tragödie von Dallas dazwischenkam‘ geschrieben, nur so ist es näher am sprachlichen Konstrukt dran. Sehr unschön, aber was will man machen.

    „Nun könnte man auch noch über die Doppeldeutigkeit des Begriffes „intervention“ lamentieren.“

    Warum? Ich sehe da keine Doppeldeutigkeit. Es war ein Eingriff in die Geschichte in beiderlei Hinsicht. Das ‚Wegfallen‘ von Kennedy wirkte sich direkt auf die anberaumten Treffen aus, die nicht stattfanden – auch wenn Goldwater 1988 in einem Interview mit der Washington Post sagte, dass diese Treffen in dem Stil wohl eher nicht stattgefunden hätten.

  5. Maxwell Says:

    Ich kannte nur den Videoschnipsel, den man mir serviert hatte, um den „Eingriff“ zu suggerieren.

    Daher danke für den Kontext.

    Der zusammenhängende Text macht die Deutung „Dazwischentreten“ durchaus glaubhaft, finde ich.

    Nun könnte man auch noch über die Doppeldeutigkeit des Begriffes „intervention“ lamentieren.

    Deshalb wurden die beiden Wörtchen „of the“ zwischen den beiden Schlagworten „Tragedy“ und „intervention“ zur Spekulationsmasse.
    Das NYT-Transkript ist also eine Sache, die Deutung des Videomitschnitts eine andere.

    Ich kann diese Stelle per Gehör nicht eindeutig zuordnen.

    Ist wieder so ein bisschen Glaubenskampf.

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